MetaMask hat einen laufenden Sicherheitsvorfall in Teilen der eigenen Infrastruktur öffentlich gemacht. Details nennt das Unternehmen bislang nicht — weder zum betroffenen Bereich noch dazu, ob Systeme oder Daten zugänglich waren oder kompromittiert wurden. Auf entsprechende Nachfrage von BleepingComputer verwies eine Sprecherin ausschließlich auf die veröffentlichte Stellungnahme.
Darin heißt es, man arbeite intern an der Behebung, unterstützt von externen Partnern und Sicherheitsberatern. Für die Wallets selbst sehe man „keine unmittelbare Gefahr". Gleichzeitig kündigte MetaMask an: „Als Vorsichtsmaßnahme steigen wir proaktiv aus betroffenen Validatoren innerhalb unseres nicht-verwahrenden Staking-Betriebs aus, in Abstimmung mit Kunden und Partnern." Das Unternehmen erinnert zugleich daran, dass der Staking-Betrieb nicht-verwahrend ausgelegt sei und man keine Auszahlungsschlüssel für die Einlagen von Kunden verwalte.
Validatoren sind Knoten im Ethereum-Netzwerk, die Software betreiben, um Blöcke vorzuschlagen, Kryptotransaktionen zu verifizieren und die Sicherheit der Ethereum-Blockchain aufrechtzuerhalten. Werden sie abgeschaltet, hat das unmittelbare wirtschaftliche Folgen für die Betreiber und ihre Kunden.
Konkreter wurde die dezentrale Liquid-Staking-Plattform Lido Finance, die am selben Tag mitteilte, MetaMask Staking — früher Consensys Staking — habe vorsorgliche Maßnahmen zum Schutz von Kundenvermögen im Zusammenhang mit Ethereum-Validatoren ergriffen. „Zu diesen Schritten gehört der Ausstieg aus den Ethereum-Validatoren im Lido-Protokoll; dabei dürften entgangene Belohnungen anfallen sowie mögliche Strafen für Ausfallzeiten, falls Validatoren in naher Zukunft offline genommen werden, um Risiken durch potenzielle Netzwerkstrafen zu verringern", so Lido Finance.
Der Ausstieg läuft bereits: Nach Angaben von Lido Finance haben die betreffenden Validatoren den Exit-Prozess begonnen, die letzten sollen bis zum Ende des 7. Oktober 2026 ausgestiegen — wenn auch noch nicht vollständig abgezogen — sein.
Die MetaMask-Wallet wird von dem Blockchain-Softwareunternehmen Consensys entwickelt. Sie arbeitet nicht-verwahrend und erlaubt Nutzern, Vermögenswerte im Ethereum-Netzwerk und auf weiteren kompatiblen Blockchains zu speichern und zu verwalten.
