Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) hat neben „Prometheus" sieben mutmaßliche Komplizen auf die Sanktionsliste gesetzt. Alle Betroffenen wurden in Nebraska angeklagt – unter anderem wegen materieller Unterstützung von Tren de Aragua, Verschwörung zum Bankbetrug, Verschwörung zum Bankeinbruch und Verschwörung zur Geldwäsche.

Das Finanzministerium beschreibt den Ablauf der Angriffe detailliert: „Typischerweise brechen kriminelle Helfer, nachdem sie potenzielle Opfer-Geldautomaten ausgespäht haben, in die Automaten ein und installieren Schadsoftware. Die Malware wird anschließend aus der Ferne aktiviert, wodurch die Helfer die Sicherheitssysteme des Automaten umgehen können. Schließlich senden sie einen Ausgabebefehl, der den Automaten zwingt, sein Bargeld auszugeben, bis die Maschine leer ist oder der Vorgang anderweitig unterbrochen wird."

Nach Angaben des Blockchain-Analyseunternehmens TRM Labs umfassen die Designierungen auch sieben TRON-Kryptowährungsadressen, die „Prometheus" und sechs seiner Mitstreiter zugeordnet werden.

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Mit den Sanktionen ist sämtliches Vermögen der gelisteten Personen und Unternehmen in den USA blockiert; US-Personen ist der Geschäftsverkehr mit ihnen grundsätzlich untersagt. Ausländischen Finanzinstituten, die erhebliche Transaktionen für die Betroffenen abwickeln, drohen Sekundärsanktionen.

Parallel zu den Finanzmaßnahmen läuft die strafrechtliche Aufarbeitung: Das US-Justizministerium hat im Zusammenhang mit der Jackpotting-Verschwörung bislang 119 Personen angeklagt. Mehrere Beschuldigte wurden bereits verurteilt. Im Juni erhielten die venezolanischen Staatsangehörigen Oddry Arnoldo Cabrera Torrealba und Carlos Javier Padron jeweils 78 Monate Haft. Im August wurde Juan Manuel Gouveia-Aguilera zu 96 Monaten Gefängnis verurteilt – laut Justizministerium die längste bislang auf Bundesebene verhängte Strafe für eine Beteiligung an ATM-Jackpotting.