Die Series-B-Runde über 17 Millionen US-Dollar wurde von Riverside Acceleration Capital angeführt. Zusätzliche Unterstützung kam von den bestehenden Investoren Curql, Glasswing Ventures und Gutbrain Ventures. Insgesamt hat Allure Security damit nach eigenen Angaben 43 Millionen Dollar aufgenommen.
Das Unternehmen mit Sitz in Boston wurde 2009 als Ausgründung der Columbia University gestartet. Es hat eine KI-basierte Plattform aufgebaut, die Marken schützt und der betrügerischen Übernahme von Nutzerkonten vorbeugen soll. Dafür durchsucht Allure das Internet, soziale Plattformen, App-Stores für mobile Anwendungen sowie das Darknet, um Versuche der Markenimitation zu identifizieren und zu zerschlagen. Erfasst werden dabei Phishing-Domains, gefälschte Identitäten, betrügerische Software und Desinformationsangriffe.
Ergänzend setzt das Unternehmen auf Täuschungstechnik: In Phishing-Seiten werden gefälschte Zugangsdaten eingeschleust, um abgegriffene Daten für die Angreifer wertlos zu machen. Allure will dadurch sowohl Unternehmen als auch deren Kunden schützen, indem es die für Angriffe genutzte Infrastruktur zerlegt und künftige Vorfälle verhindert.
Nach Darstellung des Anbieters stützt sich die Technik auf KI, um Domain-Registrierungen und Änderungen an Webinhalten fortlaufend zu überwachen und so Betrugsmaschen zu erkennen – auch solche, die mit sogenannten Cloaking-Techniken verborgen werden.
Das frische Kapital soll in den Ausbau der Plattformfunktionen sowie in die Skalierung der Vertriebsaktivitäten fließen. „Kunden brauchen keinen weiteren Strom von Warnmeldungen. Sie brauchen einen Partner, der die volle Verantwortung für das Ergebnis übernimmt. Unser Modell verbindet autonome KI-Agenten mit dem fachlichen Urteil von Experten, sodass wir uns nicht zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit entscheiden müssen. Wir liefern beides“, sagte Josh Shaul, CEO von Allure Security.
