Im Zentrum des Angebots steht der Versuch, Schutzmaßnahmen nicht als App oder Zusatzdienst, sondern unmittelbar im Mobilfunknetz selbst zu verankern. Dazu betreibt Cape einen eigenen Mobilfunk-Kern und greift lediglich für die physische Infrastruktur, die Funkmasten, auf klassische Netzbetreiber zurück.
Zu den technischen Funktionen zählt eine tägliche Rotation der SIM-Kennungen, die eine dauerhafte Geräteverfolgung verhindern soll. Hinzu kommen Schutzmechanismen auf Netzebene, die Angriffe über das Signalisierungsprotokoll SS7 blockieren – also Versuche, Standorte zu überwachen oder Gespräche abzuhören.
Darüber hinaus bietet der Dienst eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für bestimmte Messaging-Funktionen, nutzergesteuerte Schutzvorkehrungen gegen SIM-Swapping sowie eine möglichst sparsame Datenspeicherung. Auf einer einzelnen SIM lassen sich mehrere zusätzliche Rufnummern für getrennte Einsatzzwecke verwalten, außerdem ist die Mailbox verschlüsselt. Diese Funktionen zielen auf Nutzer, die sich stärker gegen Überwachung und Datenkompromittierung im mobilen Umfeld absichern wollen.
Unternehmenschef John Doyle begründet den Ansatz mit grundlegenden Schwächen der Mobilfunknetze: Diese verfolgten jeden Aufenthaltsort, jede genutzte App und jeden Kontakt per Anruf oder Nachricht. Würden solche Netze kompromittiert, führe das zu besonders weitreichenden und schädlichen Verletzungen sowohl der nationalen Sicherheit als auch der Privatsphäre Einzelner. Keine App und kein Zusatzmodul könne die Probleme beheben, die im zugrunde liegenden Mobilfunknetz selbst angelegt seien, so Doyle. Aus diesem Grund habe man einen Telekommunikationsanbieter von Grund auf neu konzipiert, um diese Lücke zu schließen.
