Bei der öffentlichen Anhörung des Geheimdienstausschusses nutzte LaHood seine Redezeit, um die obersten Nachrichtendienstvertreter auf Trumps Plan einer „sauberen“ Verlängerung um 18 Monate festzulegen. CIA-Direktor John Ratcliffe und die Direktorin der Nationalen Geheimdienste, Tulsi Gabbard, hätten die Begründung dafür dargelegt; FBI-Direktor Kash Patel habe die umgesetzten Reformen kurz angesprochen.

Persönlich würde LaHood eine längere Frist bevorzugen – er nannte zehn Jahre –, schließt sich aber Trumps Entscheidung für 18 Monate an. Entscheidend sei für ihn, dass keine Richtervorbehaltspflicht vorgesehen ist; diese habe in der Vergangenheit Probleme bereitet.

Zur Begründung führte LaHood mehrere Operationen an, die ohne 702 nicht möglich gewesen wären: die Freilassung und Bergung der von der Hamas in Tunneln festgehaltenen israelischen Geiseln, einen Einsatz in Venezuela, den Schutz von Truppen im Iran im Rahmen der Operation Epic Fury sowie Erfolge in der Ukraine. Zudem verwies er auf 56 Reformen, die vor zwei Jahren mit dem Reforming Intelligence and Securing America Act eingeführt wurden und das FBI stärker in die Verantwortung nähmen.

Im Zentrum der vorherigen Verlängerungsdebatte standen Abfragen der 702-Datenbank durch das FBI; LaHood selbst war Gegenstand einer solchen Abfrage. Nach einem Bericht von Recorded Future News stiegen die FBI-Abfragen gegenüber dem Vorjahr um rund 35 Prozent. LaHood erklärte, er sei nach entsprechenden Unterweisungen zufrieden: Der Anstieg bewege sich im Rahmen der Gesetzgebung von 2024.

Zu den Reformen zählte er, dass die Zahl der FBI-Mitarbeiter mit Befugnis zur Abfrage von US-Bürgern von rund 7.500 auf etwa 3.500 gesenkt wurde und dass für rechtswidrige Abfragen strafrechtliche Haftung und Strafen für FBI-Agenten eingeführt wurden. Den Anstieg erklärt er teils mit Fehlern wie Rechtschreibfehlern, teils mit Drogenkartellen – 702 sei auf Fentanyl und dessen Vorläuferstoffe ausgeweitet worden. Mit den Erklärungen von NSA und FBI sei er zufrieden.

Auf die Frage nach einem möglichen Scheitern in der kommenden Woche wollte sich LaHood nicht auf Spekulationen einlassen. Mit dem Vorsitzenden des Justizausschusses Jim Jordan und Präsident Trump hinter der 18-monatigen Verlängerung sehe er gute Chancen. Es werde aber „etwas politische Muskelkraft“ brauchen; Trump müsse sich einschalten. Bislang habe es vom Präsidenten keine öffentliche Äußerung, keinen Beitrag auf Truth Social zu einer sauberen 702-Verlängerung gegeben – das werde in der kommenden Woche nötig sein, damit auch bislang zögernde Mitglieder zustimmen.