Die Klage richtet sich konkret gegen die Loot-Boxen in Counter-Strike 2, Team Fortress 2 und Dota 2. Diese vergeben zufällige Gegenstände wie Waffen-Skins oder Charakter-Zubehör. Nach Angaben von James manipuliert Valve die Gewinnwahrscheinlichkeiten für seltene Gegenstände jedoch gezielt, um deren Wert in die Höhe zu treiben.
In der Folge sei der Gesamtwert der handelbaren Gegenstände nach Schätzung der Generalstaatsanwältin bis März 2025 auf rund 4,3 Milliarden US-Dollar angewachsen. Einzelne Objekte – etwa AK-47-Skins – erzielten dabei Preise von über einer Million US-Dollar. Das mache Steam-Konten zu einem häufigen Ziel für Hacker und Betrüger.
“Illegales Glücksspiel kann schädlich sein und zu ernsthaften Suchtproblemen führen, besonders bei jungen Menschen”, erklärte James. Valve habe Milliarden verdient, indem es Kindern wie Erwachsenen erlaubt habe, illegal um wertvolle virtuelle Preise zu spielen. Diese Funktionen seien “süchtig machend, schädlich und illegal”; ihre Behörde klage, um das Verhalten zu stoppen und die Einwohner New Yorks zu schützen.
Die Klage betont außerdem die mögliche Gefahr für Kinder, die zum Kauf von Loot-Boxen verleitet werden könnten, um seltene Gegenstände zu gewinnen und ihren sozialen Status in Gaming-Communities zu steigern. Eine in der Pressemitteilung zitierte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Kinder, die früh mit Glücksspiel in Berührung kommen, viermal häufiger im späteren Leben ein Glücksspielproblem entwickeln als andere.
James verlangt vom Gericht ein dauerhaftes Verbot der Loot-Box-Funktionen im Bundesstaat, die Rückzahlung aller damit erzielten Gewinne sowie Geldbußen für die mutmaßlichen Verstöße.
Es ist nicht der erste Fall dieser Art: Im Januar 2025 erklärte sich Cognosphere, auch bekannt als Hoyoverse und Entwickler von Genshin Impact, bereit, 20 Millionen US-Dollar zur Beilegung einer Klage der US-Handelsbehörde FTC zu zahlen. Dabei ging es um unfaire Vermarktung von Loot-Boxen an Minderjährige, das Verschleiern der tatsächlichen Kosten sowie irreführende Angaben zu den Gewinnchancen.
BleepingComputer bat einen Sprecher von Valve um eine Stellungnahme, erhielt jedoch zunächst keine Antwort.
