Laut Microsoft betrifft die Störung Nutzer, die über die mobilen Outlook-Apps oder den neuen Outlook-für-Mac-Desktop-Client auf Exchange Online zugreifen wollen. „Nach weiterer Bewertung haben wir bestätigt, dass die festgestellte Änderung innerhalb des Exchange-Online-Dienstes, mit der ein neues virtuelles Konto eingeführt werden sollte, zu den Auswirkungen geführt hat", erklärte das Unternehmen. Zur Behebung werde die Änderung in den betroffenen Umgebungen deaktiviert; einen Zeitplan für die Lösung wolle man nennen, sobald dieser verfügbar sei.
Nachdem ein Neustart der betroffenen Infrastruktur das Problem nicht beseitigt hatte, begann Microsoft am Samstag damit, die Änderung wieder zurückzunehmen. Angaben zu betroffenen Regionen oder zur Zahl der Nutzer machte das Unternehmen nicht. Die Einstufung als Incident deutet jedoch auf ein kritisches Dienstproblem mit merklichen Auswirkungen hin.
Die aktuelle Störung reiht sich in mehrere Vorfälle der jüngeren Vergangenheit ein. Vor einer Woche behob Microsoft eine andere Exchange-Online-Störung, die Kunden den Zugriff auf ihre Postfächer und Kalender über Outlook im Web, den Outlook-Desktop-Client, Exchange ActiveSync und weitere Exchange-Online-Verbindungsprotokolle verwehrte.
Am selben Tag beseitigte das Unternehmen ein separates Problem, das Anmeldeprobleme bei Office.com und beim Web-Zugang zu Microsoft 365 Copilot verursachte. Als Grund nannte Microsoft damals ein hohes Verkehrsaufkommen; betroffen waren die Copilot-Desktop-App, Copilot in Microsoft Teams sowie Copilot in den Office-Anwendungen.
Darüber hinaus dämmte Microsoft im Januar eine Exchange-Online-Störung ein, die den E-Mail-Zugriff über das Internet Mailbox Access Protocol 4 (IMAP4) zeitweise blockierte. Ein ähnlicher Vorfall im November hatte den Exchange-Online-Zugriff über den klassischen Outlook-Desktop-Client unterbrochen.
