Aliyu, der die Online-Pseudonyme “Old Soldier” und “Ghost” verwendete, wurde 2022 in Johannesburg festgenommen und blieb dort bis zu seiner Auslieferung an die Vereinigten Staaten in Haft.

Nach Darstellung der Ermittler verschafften sich die Beteiligten unbefugten Zugang zu E-Mail-Konten von Unternehmen und Privatpersonen. Anschließend versandten sie Nachrichten von gefälschten Absenderadressen, die seriös wirken sollten, und wiesen die Opfer darin an, Geld auf Bankkonten zu überweisen, die von Mitgliedern des Betrugsnetzwerks kontrolliert wurden.

An der Operation waren mehrere Mittäter beteiligt, darunter zwei weitere nigerianische Staatsangehörige sowie Komplizen in Maryland. Südafrikanische Medien hatten zuvor berichtet, dass das nigerianische Trio von einer Luxusresidenz im Raum Johannesburg aus agierte.

Laut dem Strafzumessungsschreiben kam Aliyu mit wenig Geld nach Südafrika und verlor im zweiten Studienjahr sein Universitätsstipendium. Das Versprechen schnellen finanziellen Gewinns habe ihn in das System hineingezogen. Nach seinem Abschluss habe er sich aus der Verschwörung zurückgezogen und seinen Mittätern mitgeteilt, dass er aussteigen wolle, doch diese hätten seine Bitte ignoriert.

Die Behörden erklärten, Aliyu habe die Verantwortung für sein Handeln übernommen. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe soll er aus den USA abgeschoben werden.

Zwei weitere Angeklagte in dem Verfahren haben sich bereits schuldig bekannt. Kosi Goodness Simon-Ebo räumte seine Rolle 2023 ein und wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt. Ein weiterer Mittäter, Henry Onyedikachi Echefu, bekannte sich 2024 schuldig und muss mit einer Haftstrafe von bis zu 20 Jahren rechnen.