Nach wochenlangen Problemen mit der E-Mail-Synchronisierung in Classic Outlook gibt es endlich Entwarnung — zumindest teilweise. Microsoft hat den Fehler behoben, der seit dem 26. Februar 2026 tausende Nutzer bei der Verwaltung ihrer Gmail- und Yahoo-Konten lahmegte. Die Betroffenen sahen sich mit mysteriösen Fehlermeldungen konfrontiert und erhielten keine Anmeldeprompts mehr, um ihre Anmeldedaten zu aktualisieren.
Das Unternehmen gab die Behebung am Freitag bekannt, räumte aber gleichzeitig ein, dass betroffene Nutzer noch nicht sofort mit normaler Funktionalität rechnen können. Der Grund: Die OAuth-Token, die für die sichere Authentifizierung verwendet werden, bleiben bis zu einer Stunde nach dem Beheben des Bugs aktiv. Erst wenn diese Token ablaufen, wird dem Nutzer von Outlook ein neues Anmeldeprompt angezeigt. Für ungeduldig wartende Anwender hat Microsoft einen Workaround bereitgestellt, der eine manuelle Änderung in der Windows Registry erfordert — eine Lösung, die jedoch nicht für alle Nutzer geeignet ist.
Doch damit nicht genug: Microsoft kämpft derzeit mit mehreren zusätzlichen Problemen in Classic Outlook. Ein bekannter Bug führt zu “Can’t connect to the server”-Fehlern beim Erstellen von Gruppen, wenn Exchange Web Services (EWS) aktiviert ist. Ein anderes, erst kürzlich anerkanntes Problem versteckt den Mauszeiger für Nutzer in Classic Outlook, OneNote und anderen Microsoft 365-Anwendungen — ein Fehler, der erst fast zwei Monate nach den ersten Nutzerberichten offizielle Aufmerksamkeit erhielt.
Besonders problematisch ist ein weiterer bekannter Bug, der Classic Outlook völlig unbrauchbar macht, wenn Nutzer das Microsoft Teams Meeting Add-in aktivieren. Erst im Januar musste Microsoft einen ähnlich kritischen Fehler beheben, der verhinderte, dass Nutzer verschlüsselte E-Mails öffnen konnten.
Für deutsche Unternehmen und Privatnutzer, die noch auf Classic Outlook setzen, ist dies eine frustrierende Situation. Das Microsoft-Support-Team bittet betroffene Kunden, Diagnose-Logdateien einzureichen und formale Support-Cases zu öffnen, um die Probleme zu analysieren. Microsoft verspricht, an allen bekannten Problemen zu arbeiten, doch die Serie von Bugs wirft Fragen zur Qualitätskontrolle des Unternehmens auf.
