Ein 24-jähriger Chilene wurde in die USA ausgeliefert, nachdem er über Telegram-Kanäle gestohlene Kreditkartendaten von über 26.000 Karten verkauft haben soll.
Ein 24-jähriger chilenischer Staatsbürger ist in die USA ausgeliefert worden, da er beschuldigt wird, eine Cyberkriminaloperation betrieben zu haben, die mit dem illegalen Handel von Zahlungskartendata verbunden ist.
Alex Rodrigo Valenzuela Monje, online unter dem Pseudonym VAL4K bekannt, wurde vor einem Bundesgericht in Utah angeklagt. Die Vorwürfe lauten auf Handel mit unbefugten Zugangsgeräten und illegale Weitergabe von Identifikationsmitteln, um kriminelle Handlungen zu ermöglichen.
Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, von mindestens Mai 2021 bis August 2023 die Telegram-Kanäle “MacacoCC Collective” und “Novato Carding” betrieben zu haben, über welche er Listen mit kompromittierten Zahlungskartendata verkaufte. Dabei handelte es sich um Kartennummern, Kartentypen, Ablaufdaten, CVV/CVC-Codes und Inhabernamen.
Valenzuela Monje soll Kartendaten von den meisten großen US-amerikanischen Finanzunternehmen verkauft haben – allein von einer Marke ungefähr 26.000 Karten. Eine Grand Jury in Salt Lake City erhob Anklage gegen ihn im August 2023. Das Auslieferungsverfahren zog sich hin: Chiles Oberster Gerichtshof genehmigte das US-amerikanische Auslieferungsersuchen zunächst im April 2025, doch Rechtsmittel verzögerten die Festnahme bis Januar 2026.
Valenzuela Monje wurde am 25. Februar 2026 in US-amerikanische Obhut übernommen und plädierte bei seiner Anklageerhebung am 26. Februar auf nicht schuldig.
Quelle: SecurityWeek