Begründet wird der Schritt mit einem Lieferketten-Risiko: Laut der zugrunde liegenden Bewertung könnten im Ausland produzierte Router die US-Wirtschaft, kritische Infrastruktur und die nationale Verteidigung stören. Die Behörde stellte zudem fest, dass solche Geräte genutzt werden könnten, um kritische Infrastruktur in den USA unmittelbar und schwerwiegend zu beeinträchtigen und US-Bürgern direkt zu schaden.

Zur Untermauerung verweist die FCC darauf, dass im Ausland gefertigte Router den Hackergruppen Volt, Flax und Salt Typhoon bei Angriffen auf zentrale US-Infrastruktur geholfen hätten.

Von dem Verbot gibt es Ausnahmen. Bestimmte Router, die im US Department of War (DoW) oder im Department of Homeland Security (DHS) für Drohnensysteme eingesetzt werden, haben eine bedingte Zulassung erhalten, nachdem sie als nicht sicherheitsrelevant eingestuft wurden. Außerdem schließen die neuen Regeln ausländische Hersteller von Consumer-Routern nicht grundsätzlich aus: Sie können weiterhin eine Zulassung in den USA beantragen, sofern sie ihre Angaben transparent offenlegen.

Mit Blick auf unbemannte Luftfahrtsysteme (Unmanned Aircraft Systems, UAS) und deren kritische Komponenten erklärte die FCC, dass sie Software- und Firmware-Updates mindestens bis zum 1. Januar 2027 zulassen wolle.

Für US-Verbraucher könnte der Zugang zu neuen Router-Modellen künftig schwieriger werden, und die Geräte könnten teurer werden, da das regulatorische Zulassungsverfahren zusätzliche Hürden und Kosten mit sich bringt. Tests, Genehmigungen und die FCC-Zertifizierung dauern üblicherweise einige Monate, selbst wenn alle Bedingungen erfüllt sind. In manchen Fällen könnte dies den Markteintritt verzögern.

Einige Hersteller könnten zudem zu dem Schluss kommen, dass sich der alternative Zertifizierungsweg nicht lohnt – insbesondere wegen der Anforderung, die Fertigung ins Inland zu verlagern – und sich aus dem US-Markt zurückziehen, was die Modellauswahl verringern würde.