Das vom britischen Department for Science, Innovation and Technology (DSIT) angekündigte Vorhaben teilt die teilnehmenden Familien in vier Gruppen mit jeweils unterschiedlichen Maßnahmen auf. Einer Gruppe von Eltern soll gezeigt werden, wie sie elterliche Kontrollfunktionen nutzen, um den Zugang zu ausgewählten Social-Media-Apps zu entfernen oder vollständig zu deaktivieren – laut DSIT eine praktische Nachbildung der Durchsetzung eines häuslichen Social-Media-Verbots.
Eine zweite Gruppe begrenzt die bei Jugendlichen beliebtesten Apps, darunter Instagram, TikTok und Snapchat, auf eine Stunde pro Tag. Eine dritte Gruppe deaktiviert Social Media für ihre Kinder zwischen 21 und 7 Uhr. Die vierte Gruppe dient als Kontrollgruppe und gewährt den Kindern den gewohnten, unveränderten Zugang.
Eltern und Kinder werden zu Beginn und am Ende der jeweils sechswöchigen Pilotphase befragt. Damit will die Regierung nach eigenen Angaben verstehen, welche Auswirkungen eine Begrenzung der Social-Media-Nutzung auf das Familienleben, den Schlaf und die Schularbeit hat. Zugleich erhofft sie sich Erkenntnisse darüber, welche Schwierigkeiten beim Einrichten der elterlichen Kontrollfunktionen auftreten und ob Jugendliche Wege fanden, die Beschränkungen zu umgehen.
Parallel läuft die am 2. März vom DSIT gestartete Konsultation, die am 26. Mai enden soll. Nach Angaben des Ministeriums haben bereits fast 30.000 Eltern und Kinder an der Umfrage teilgenommen. Die Regierung erklärte, sie sei entschlossen, auf Grundlage der Ergebnisse rasch zu handeln.
Im Februar kündigte Starmer neue rechtliche Befugnisse an, mit denen die Regierung nach Abschluss der Konsultation schnell tätig werden kann – ein Vorgehen, das ohne ein neues Gesetzgebungsverfahren erwartet wird. Ihre Pläne will die Regierung in diesem Sommer vorstellen.
