Die FCC stützt ihre Entscheidung auf die Feststellung eines vom Weißen Haus einberufenen, behördenübergreifenden Gremiums der Exekutive sowie auf die Nationale Sicherheitsstrategie von Präsident Trump aus dem Jahr 2025. Das Gremium kam zu dem Ergebnis, dass alle im Ausland gefertigten Router eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen.
In der Feststellung heißt es, kompromittierte Router könnten tiefgehende Netzwerküberwachung, Datenabfluss, Botnet-Angriffe und unbefugten Zugriff auf Netzwerke der US-Regierung oder amerikanischer Unternehmen ermöglichen. Die Vereinigten Staaten müssten über sichere und vertrauenswürdige Router verfügen. Da die meisten in amerikanischen Haushalten eingesetzten Router im Ausland produziert würden, schaffe diese Marktdominanz aus Sicht des Gremiums inakzeptable wirtschaftliche, sicherheitspolitische und cyberbezogene Risiken.
Das Dokument verweist außerdem auf Angriffe staatlich unterstützter Gruppen wie Flax Typhoon, Salt Typhoon und Volt Typhoon, die in den USA kritische Infrastrukturen in den Bereichen Kommunikation, Energie, Verkehr und Wasser ins Visier genommen hätten. Router in den USA müssten über vertrauenswürdige Lieferketten verfügen, damit ausländischen Akteuren keine möglichen eingebauten Hintertüren zu amerikanischen Haushalten, Unternehmen, kritischen Infrastrukturen und Notdiensten bereitgestellt würden, heißt es in der Bewertung.
Konkret betrifft die Aktualisierung der Covered List nur neue Geräte. Im Ausland gefertigte Verbraucher-Router dürfen demnach keine FCC-Zulassung mehr erhalten und folglich nicht mehr zum Einsatz oder Verkauf in die USA importiert werden. Die FCC stellte ausdrücklich klar, dass die Maßnahme den Import, Verkauf oder die Nutzung bereits zuvor von der Behörde zugelassener Gerätemodelle nicht untersagt.
Von dem Verbot ausgenommen sein können bestimmte Router-Modelle, sofern sie ausdrücklich vom Department of War (DoW) oder vom Department of Homeland Security (DHS) freigegeben werden. Laut der Feststellung sollen DoW oder DHS der FCC mitteilen, dass die betreffenden Modelle eine bedingte Zulassung erhalten haben und keine inakzeptablen Risiken für die nationale Sicherheit darstellen; diese Geräte erhalten dann weiterhin FCC-Zulassungen.
Als inakzeptable Bedrohungen gelten dabei Lieferketten-Schwachstellen, die kritische Infrastruktur, Wirtschaft und Landesverteidigung der USA stören könnten, sowie schwerwiegende Cyberrisiken, die zu Störungen kritischer Infrastruktur oder unmittelbarem Schaden für US-Personen führen.
