HP hat mit HP TPM Guard eine hardwarebasierte Schutzfunktion vorgestellt, die die Verbindung zwischen dem Trusted Platform Module und der CPU verschlüsselt. Damit sollen physische Bus-Intercept-Angriffe blockiert werden, die Festplattenverschlüsselungen wie Microsoft BitLocker brechen können. Laut HP werden alle TPM-Antworten – einschließlich der Schlüssel zur vollständigen Festplattenverschlüsselung – durch einen authentifizierten und verschlüsselten Tunnel geleitet, statt im Klartext über das Mainboard zu wandern. Dadurch würden physische Bus-Sniffing-Angriffe wirkungslos.
Darüber hinaus schützt TPM Guard nach Angaben des Herstellers vor fortgeschrittenen TPM-Move- und Interpositionsangriffen. Bereits in der Fertigung hinterlegt HP einen vorab geteilten Hardware-Schlüssel, der das TPM an seine spezifische CPU bindet. Ein aus dem Originalgerät entferntes TPM oder eines, dem zuvor aufgezeichnete Messwerte vorgespielt werden, lasse sich so nicht dazu verleiten, seine Geheimnisse preiszugeben.
Für kommerzielle PCs erweitert HP zudem seine HP-Wolf-Security-Funktionen und vertieft die Integration mit der Workforce Experience Platform (WXP). Zu den Neuerungen zählen die Anbindung des Wolf Controllers an WXP, eine neue Generation der Wolf-Connect-Mobilfunkkarte mit höherer Genauigkeit bei geringerem Stromverbrauch sowie eine breitere und günstigere Unterstützung der Sure-Recover-Plattform.
Auch bei Druckern setzt HP an: Die neuen Reihen LaserJet Pro und Enterprise erhalten quantenresistente Kryptografie. In den Enterprise-Modellen sollen HP-Wolf-Funktionen Schutz vor Cyberangriffen einschließlich Zero-Day-Angriffen bieten. Eine Funktion namens Automated Guided Redaction erkennt und entfernt zudem persönliche, finanzielle und andere sensible Daten.
Dell wiederum hat quantenfähige Aufrüstungen für seine kommerziellen PCs des Jahrgangs 2026 vorgestellt. Der Hersteller härtet den eingebetteten Controller und schützt Firmware mit quantenresistenter Code-Signierung. Damit soll verhindert werden, dass der Controller schädliche oder manipulierte Firmware akzeptiert; Lieferketten-Risiken würden durch die Validierung von Updates mit stärkerer Verschlüsselung und digitalen Signaturen verringert. Außerdem verbesserte Dell die Erkennung von BIOS-Manipulationen, um auch quantengestützten Angriffen besser standzuhalten.
Bei seinen PowerProtect-Produkten zur Cyber-Resilienz ergänzt Dell einen KI-Assistenten im PowerProtect Manager, der Organisationen bei der Bewältigung von Wiederherstellungsproblemen unterstützen soll. Mit der neuen Appliance PowerProtect Data Domain DD3410 wird die Cyber-Resilienz auf kleinere Umgebungen ausgeweitet, und das aktualisierte Data Domain Operating System unterstützt nun TLS 1.3 für eine stärkere Verschlüsselung von Daten während der Übertragung.
Um Sichtbarkeitslücken bei KI-Workloads zu schließen, weitet Dell seinen Managed-Detection-and-Response-Dienst (MDR) auf die Speicherplattformen Dell PowerScale aus und verbessert so die Bedrohungssicht in unstrukturierte Daten und KI-Umgebungen. Zusätzlich führt Dell eine reine EDR-Variante ein, die Endpunkt-Bedrohungen mit fortgeschrittener Erkennung und einem Virenschutz der nächsten Generation überwacht. In Kombination mit Dell-PCs liefert sie Einblicke in die BIOS-Verifizierung und alarmiert automatisch das MDR-Team von Dell, wenn eine mögliche BIOS-Kompromittierung erkannt wird.
