Nach Darstellung von ACE sicherte sich die Organisation nicht nur die Kontrolle über die Anwendung selbst, sondern auch über deren zugrunde liegende Infrastruktur. Dazu zählten laut einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung 15 zugehörige Domains, der Quellcode, die Hosting-Umgebung sowie weitere digitale Vermögenswerte, die allesamt offline genommen wurden. Damit habe man den Betrieb wirksam zerschlagen und die Fähigkeit des Betreibers eingeschränkt, den Dienst neu aufzusetzen.
Der Entwickler und Administrator des Piraterie-Dienstes übergab ACE zudem die Kontrolle über das gesamte Backend-Ökosystem von AnimePlay. Dazu gehörten Backend-Server, zugehörige Datenbanken, Werkzeuge zur Werbeschaltung sowie 29 GitHub-Repositories mit dem vollständigen Quellcode.
“Wir werden weiterhin mit unseren Partnern in der Asien-Pazifik-Region und weltweit zusammenarbeiten, um kriminelle Operationen wie diese zu zerschlagen und die Integrität der Kreativwirtschaft zu schützen”, erklärte Larissa Knapp, Chief Content Protection Officer und Executive Vice President der Motion Picture Association (MPA).
Die Allianz hat in den vergangenen Jahren in gemeinsamen Operationen mit Strafverfolgungsbehörden eine ganze Reihe großer illegaler Streaming-Netzwerke ausgehoben. Der jüngste Schlag gegen AnimePlay fügt sich in dieses Muster ein.
