Die Gruppe Handala verbreitete am Freitag eine Botschaft, in der sie sich offen über Patel lustig machte: „Kash Patel, der derzeitige Chef des FBI, dessen Name einst mit Stolz am Hauptsitz der Behörde prangte, wird seinen Namen nun auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer wiederfinden."

Zu der Mitteilung stellte die Gruppe mehr als ein halbes Dutzend Fotos, die Patel zeigen sollen — darunter eines neben einem alten Sportwagen und eines mit einer Zigarre im Mund. Handala erklärte zudem, E-Mails und weitere Dokumente aus Patels Konto zum Download bereitzustellen. Viele dieser Unterlagen schienen sich auf seine privaten Reisen und Geschäfte von vor mehr als zehn Jahren zu beziehen.

Eine mit dem Fall vertraute Person bestätigte gegenüber den Berichterstattern die Kompromittierung eines privaten E-Mail-Kontos von Patel, sprach dabei aber unter der Bedingung der Anonymität, da es sich um nicht-öffentliche Informationen handele. Der genaue Zeitpunkt des Angriffs blieb offen. Bereits Medienberichte vom Dezember 2024 hatten festgehalten, dass Patel vom FBI über einen gegen ihn gerichteten iranischen Hack unterrichtet worden war.

Handala beschreibt sich als pro-iranische und pro-palästinensische Hackergruppe. In diesem Monat hatte sie sich zu einer Störung der Systeme von Stryker bekannt, einem in Michigan ansässigen Medizintechnikunternehmen. Den Angriff stellte die Gruppe als Vergeltung für mutmaßliche US-Angriffe dar, bei denen iranische Schulkinder getötet worden sein sollen.

Das US-Justizministerium hatte Handala in der vergangenen Woche ausdrücklich benannt: In einer Ankündigung erklärte es, vier Web-Domains beschlagnahmt zu haben, die mit iranischen Hacking-Aktivitäten und der Bedrohung von Dissidenten in Verbindung stünden.