Die iranische Hackergruppe Handala, ein Deckname für verschiedene MOIS-Operationen, leakte am Freitag persönliche Inhalte aus der privaten E-Mail-Adresse von FBI-Chef Kash Patel. Neben Fotografien befanden sich mundane E-Mail-Korrespondenzen aus den Jahren 2010 und 2019 in der Veröffentlichung. Das FBI reagierte schnell und teilte mit, dass man “alle notwendigen Schritte eingeleitet hat, um potenzielle Risiken zu mindern”.
Handala begründete die Aktion in einem längeren Blogbeitrag mit Gegenmaßnahmen des FBI aus der Vorwoche. Die Behörde hatte vier Domains — Justicehomeland[.]org, Handala-Hack[.]to, Karmabelow80[.]org und Handala-Redwanted[.]to — beschlagnahmt, die der iranischen MOIS seit 2022 zugeordnet werden. Gleichzeitig kündigte das FBI eine 10-Millionen-Dollar-Belohnung für Informationen über Handala an. Diese Prämie bleibt bestehen, wie das FBI nachdrücklich mitteilte.
Doch Handala ließ sich davon nicht abschrecken: Innerhalb weniger Tage errichtete die Gruppe neue Websites und verbreitete Drohungen gegen US- und israelische Offizielle. Parallel zur Veröffentlichung der Patel-Daten reagierte die Gruppe auch auf ein militärisches Ereignis: Sie führte das Leak teilweise auf die Versenkung der iranischen Fregatte IRIS Dena zurück, die Anfang März von einem US-amerikanischen U-Boot im Indischen Ozean versenkt wurde.
Handala ist nicht zum ersten Mal in den Schlagzeilen: Die Gruppe übernahm bereits die Verantwortung für einen Cyberangriff auf einen US-amerikanischen Medizingerätehersteller in Michigan und veröffentlichte diese Woche zudem persönliche Daten von Führungskräften des Rüstungskonzerns Lockheed Martin.
In Gerichtsdokumenten bestätigte das FBI, dass Handala nur einer von mehreren Decknamen ist, unter denen Irans MOIS Hacking-Kampagnen, Leak-Operationen und andere digitale Angriffe gegen Israel und die USA durchführt. Israeli Offiziellen zufolge wurden mehrere der für Handala verantwortlichen iranischen Anführer in der vergangenen Woche bei Luftangriffen getötet — ob dies die Aktivitäten der Gruppe dauerhaft eindämmt, bleibt abzuwarten.
