Depthfirst, das 2024 gegründete Sicherheits-Startup, könnte zum neuen Maßstab im Bereich KI-gestützte Cybersecurity werden. Die jüngste Series-B-Finanzierung in Höhe von 80 Millionen Dollar unterstreicht das Vertrauen führender Investoren wie Meritech Capital in das Geschäftsmodell des Unternehmens. Neben Meritech beteiligen sich auch Forerunner Ventures und The House Fund an der Runde, während bereits etablierte Investor:innen wie Accel, Alt Capital und Box Group ihre Unterstützung bekräftigen.
Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Sicherheitslandschaft durch spezialisierte KI-Modelle fundamental zu verändern. Die Gründer — Fachleute mit Background bei DeepMind, Databricks und Faire — bringen umfassende Expertise in der Entwicklung von Machine-Learning-Systemen mit. Ihr Ansatz unterscheidet sich bewusst von generalistischen KI-Lösungen: Depthfirst trainiert Modelle spezifisch für Sicherheitsaufgaben.
Das Flaggschiff-Produkt ist Dfs-mini1, ein Sicherheitsmodell, das auf Open-Source-Technologie basiert und speziell in sicherheitsspezifischen Umgebungen trainiert wurde. Ursprünglich fokussiert auf die Absicherung von Kryptowährungs-Smart-Contracts, zeigt das Modell Generalisierungsfähigkeiten, die auch auf andere Sicherheitsdomänen übertragbar sind.
CEO und Mitgründer Qasim Mithani betont die strategische Bedeutung dieser Spezialisation: “Um im Sicherheitsbereich erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen spezialisierte Sicherheitsmodelle in Produkten einsetzen, die für reale Sicherheits-Workflows optimiert sind. Dafür braucht man spezialisierte Daten, domänenspezifische Evaluationen und tiefe Post-Training-Expertise. Unser Team gehört zu den wenigen im Sicherheitsbereich, die das beherrschen.”
Die neuen Mittel werden gezielt eingesetzt: Das Unternehmen plant die Erweiterung seines AI-Forschungsteams, die Schulung zusätzlicher Sicherheitsmodelle für neue Einsatzdomänen und die Skalierung der Enterprise-Adoption. Dies deutet darauf hin, dass Depthfirst nicht nur bei Smart-Contract-Sicherheit bleiben wird, sondern eine umfassendere Sicherheitsplattform aufbaut.
Für deutsche Unternehmen und Behörden könnte dieser Entwicklung Aufmerksamkeit verdienen. Die fortschreitende KI-Integration in Cybersecurity-Lösungen wird zunehmend zum Standard. Spezialisierte Sicherheitsmodelle könnten klassische Rule-Based-Systeme ergänzen oder ersetzen — insbesondere in Bereichen wie Schwachstellenerkennung, Malware-Analyse und Bedrohungserkennung. Die Kombination aus hochqualifizierten Gründer:innen, ausreichend Kapital und fokussierter Produktentwicklung macht Depthfirst zu einem Unternehmen, das die Sicherheitsbranche prägen könnte.
