Das Problem betrifft Anwender des klassischen Outlook, die über Outlook.com E-Mails verschicken. Sie werden darauf hingewiesen, dass ihre Nachricht einige der vorgesehenen Empfänger nicht erreicht hat. Nach Angaben von Microsoft tritt der Fehler vor allem dann auf, wenn das verwendete Outlook.com-Konto ein Outlook-Profil ist, das mit einem anderen Exchange-Konto verknüpft ist.

In der Unzustellbarkeitsmeldung erscheint beim Senden oder Beantworten der Hinweis, die Nachricht habe nicht gesendet werden können – man solle es später erneut versuchen oder den Netzwerkadministrator kontaktieren. Ergänzend wird angezeigt, dem Absender fehle die Berechtigung, die Nachricht im Namen des angegebenen Benutzers zu senden; dazu nennt Microsoft den Fehlercode [0x80070005-0x0004dc-0x000524].

Als weitere mögliche Bedingung, die den Fehler auslöst, führt Microsoft an, dass das Senderkonto über einen Exchange-Online-E-Mail-Kontakt mit derselben SMTP-Adresse verfügt.

Während das Outlook-Team noch nach einer Lösung sucht, hat es mehrere Übergangsmaßnahmen veröffentlicht. Empfohlen wird, das Adressbuch des M365-Kontos zu entfernen, damit der Outlook-Client es beim Versand nicht prüft, sowie den Outlook.com-Kontakt in der globalen Adressliste (GAL) des Microsoft-365-Kontos auszublenden. Als Alternativen nennt Microsoft, ein neues klassisches Outlook-Profil anzulegen, das ausschließlich das von den NDR-Fehlern betroffene Konto enthält, oder den neuen Outlook-Client beziehungsweise Outlook.com im Web für den Versand aus dem betroffenen Konto zu verwenden.

In den vergangenen zwei Wochen hat Microsoft zwei weitere bekannte Probleme behoben: eines, das zum Absturz des klassischen Outlook beim Aktivieren des Microsoft-Teams-Meeting-Add-ins führte, und eines, das beim Synchronisieren von Gmail- und Yahoo-Konten die Fehler 0x800CCC0F und 0x80070057 auslöste.

Darüber hinaus untersucht Microsoft weitere bekannte Fehler. Dazu zählt eine Meldung “Verbindung zum Server nicht möglich” beim Erstellen von Gruppen, sofern Exchange Web Services (EWS) für den Mandanten aktiviert ist, sowie ein Fehler, durch den bei manchen Nutzern der Mauszeiger im klassischen Outlook, in OneNote und in anderen Microsoft-365-Apps verschwindet.