NetWeaver
Die Schwachstelle betrifft die Java-Ausführung des SAP NetWeaver Application Servers und steckt in einer Komponente der Scheduler-Weboberfläche, die zur Auslieferung von Skriptdateien dient. Es handelt sich um einen Verzeichniswechsel-Fehler (Directory Traversal): Die Komponente prüft den über die URL übergebenen Dateipfad nicht ausreichend. Ein Angreifer kann in der Abfragezeichenkette Pfadangaben mit “..” (Punkt-Punkt) einschleusen und so aus dem vorgesehenen Verzeichnis ausbrechen. Dadurch lassen sich beliebige Dateien des Servers auslesen, auf die der Webserver-Prozess Zugriff hat – etwa Konfigurationsdateien mit Zugangsdaten oder andere sensible Inhalte. Der Angriff erfolgt aus der Ferne und erfordert keine vorherige Anmeldung; es genügt eine entsprechend präparierte Anfrage an die betroffene Adresse. Da NetWeaver als zentrale Anwendungsplattform in vielen SAP-Umgebungen läuft, kann der Abfluss interner Dateien weitere Angriffe vorbereiten. Die Lücke wurde bereits aktiv ausgenutzt.
Setzen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Abhilfen zur Verfügung, sollte der Einsatz des betroffenen Produkts eingestellt werden.
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