Betroffen ist der Kernel-Treiber des Grafikkarten-Werkzeugs MSI Afterburner von Micro-Star. Der Treiber stellt Schnittstellen bereit, die keine ausreichende Rechteprüfung vornehmen: Jeder angemeldete Benutzer kann darüber beliebige Speicherbereiche, I/O-Ports und modellspezifische Prozessorregister lesen und beschreiben. Da der Treiber im Kernel läuft, lassen sich diese Zugriffe nutzen, um die eigenen Rechte auszuweiten, Code mit hohen Systemprivilegien auszuführen und schützenswerte Informationen aus dem Speicher auszulesen. Ein normaler Benutzerzugang genügt somit, um die Kontrolle über das System zu erlangen. Verschärfend kommt hinzu, dass der Treiber gültig signiert ist: Angreifer können ihn gezielt auf ein System bringen, auch wenn das eigentliche Programm dort nicht installiert ist, und damit die Signaturprüfung für Treiber von Windows umgehen, um eigenen schädlichen Code im Kernel auszuführen. Dieses Vorgehen ist als Missbrauch legitimer, aber verwundbarer Treiber bekannt.
CVE-2019-16098
7,8
HIGH
CVSS Basis-Score
Beschreibung