WebLogic Server
Die Schwachstelle steckt in der Komponente Web Services des Oracle WebLogic Server, eines Anwendungsservers innerhalb von Oracle Fusion Middleware. Es handelt sich um eine Injektionslücke: Über speziell präparierte Anfragen lassen sich Inhalte einschleusen, die der Server unbeabsichtigt verarbeitet. Ausnutzen lässt sie sich aus der Ferne über das Netzwerk per HTTP, ohne vorherige Anmeldung und ohne gültige Zugangsdaten – ein unauthentifizierter Angreifer benötigt lediglich Netzzugriff auf den Server. Der Angriff gilt als unkompliziert durchführbar und erfordert keine Benutzerinteraktion. Ein erfolgreicher Angriff führt zur vollständigen Übernahme des WebLogic Servers, sodass der Angreifer Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verarbeiteten Daten und Dienste vollständig kompromittieren kann. Da WebLogic Server häufig als zentrale Plattform für geschäftskritische Webanwendungen dient und seine Schnittstellen oft aus dem Netz erreichbar sind, ist die Web-Services-Komponente ein besonders exponierter Angriffspunkt.
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