Multiple Chipsets
Die Schwachstelle steckt im Treiber für die Command Queue von MediaTek-Chipsätzen, genauer in dessen ioctl-Handlern – also den Schnittstellen, über die Anwendungen Steuerbefehle an die Hardware übergeben. Weil diese Handler die übergebenen Eingaben nicht ausreichend prüfen und zudem die vorgesehenen SELinux-Beschränkungen fehlen, kann ein Schreibzugriff außerhalb des dafür vorgesehenen Speicherbereichs erfolgen (Out-of-Bounds-Write). Dadurch lässt sich Speicher überschreiben, der eigentlich geschützt sein müsste. Ausnutzen kann das eine lokal auf dem Gerät laufende Anwendung, ohne dass sie zusätzliche Ausführungsrechte besitzen muss und ohne dass eine Mitwirkung des Nutzers nötig ist. Im Ergebnis verschafft sich der Angreifer höhere Berechtigungen auf dem System (Privilegienerweiterung) und kann damit aus einer eingeschränkten App heraus Kontrolle über das Gerät erlangen. Betroffen sind Android-Geräte, die auf den entsprechenden MediaTek-Chipsätzen mit diesem Treiber im Kernel basieren.
Spielen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Updates gemäß dessen Anweisungen ein.
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