VigorConnect
Die Schwachstelle steckt in der Software VigorConnect von DrayTek, einer Verwaltungsanwendung für Netzwerkgeräte. Sie sitzt in der Download-Funktion des WebServlet-Endpunkts, über den sich Dateien abrufen lassen. Durch unzureichende Prüfung der angeforderten Pfadangabe kann ein Angreifer aus dem vorgesehenen Verzeichnis ausbrechen und auf beliebige Dateien des darunterliegenden Betriebssystems zugreifen – ein klassischer Verzeichniswechsel (Path Traversal beziehungsweise Local File Inclusion). Ausnutzen lässt sich der Defekt aus der Ferne und ohne vorherige Anmeldung: Ein unauthentifizierter Angreifer kann gezielt Dateien herunterladen, und das mit Root-Rechten – also den höchsten Systemrechten. Damit lassen sich auch geschützte Systemdateien wie Konfigurationen, Zugangsdaten oder Schlüsselmaterial auslesen. Solche Informationen ebnen häufig den Weg für weitergehende Angriffe. Betroffen ist die Verwaltungsanwendung selbst; ist deren Weboberfläche aus dem Netz erreichbar, steht der Angriffsweg unmittelbar offen.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, stellen Sie den Einsatz des Produkts ein.
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