Kernel
Die Schwachstelle steckt im Linux-Kernel, genauer im Netfilter-Subsystem, das für Paketfilterung und Firewall-Funktionen zuständig ist. Der Fehler ist ein Heap Out-of-Bounds Write: Der Kernel schreibt im sogenannten Heap-Speicher über die Grenzen des dafür vorgesehenen Bereichs hinaus und beschädigt so benachbarte Speicherinhalte. Ausgelöst werden kann der Defekt über die Funktion der User-Namespaces, mit der ein normaler Nutzer innerhalb einer isolierten Umgebung erweiterte Rechte erhält. Genau das eröffnet einem lokalen, nicht privilegierten Angreifer den Zugang zu der verwundbaren Code-Stelle. Durch die gezielte Speicherbeschädigung kann er entweder seine Rechte bis hin zu voller Systemkontrolle ausweiten oder das System durch einen Absturz lahmlegen (Denial of Service). Betroffen sind Linux-Systeme über viele Kernel-Versionen hinweg, da der Defekt bereits seit sehr langer Zeit im Code vorhanden ist.
Spielen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Gegenmaßnahmen ein. Stehen keine Korrekturen zur Verfügung, sollte der Einsatz des betroffenen Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Bisher keine Artikel.