Service Location Protocol (SLP)
Die Schwachstelle betrifft das Service Location Protocol (SLP), ein Netzwerkprotokoll der IETF, mit dem Geräte und Anwendungen im Netz verfügbare Dienste auffinden und bekanntmachen. Der Defekt besteht darin, dass ein Angreifer aus der Ferne und ohne jede Anmeldung beliebige Dienste in den SLP-Diensten registrieren kann. Auf dieser Grundlage lässt sich ein Denial-of-Service-Angriff aufbauen: Der Angreifer fälscht UDP-Pakete und trägt darin die Adresse seines Opfers als vermeintlichen Absender ein. Die SLP-Dienste antworten daraufhin an diese gefälschte Adresse, wobei die Antworten erheblich größer ausfallen als die ursprünglichen Anfragen. Durch diesen ausgeprägten Verstärkungseffekt lässt sich mit geringem eigenen Datenaufkommen ein Vielfaches an Datenverkehr auf das Ziel lenken, dessen Anschluss oder Systeme dadurch überlastet werden. Betroffen sind Systeme, die einen erreichbaren SLP-Dienst betreiben, insbesondere wenn dieser aus nicht vertrauenswürdigen Netzen oder direkt aus dem Internet ansprechbar ist.
Setzen Sie die Hersteller-Gegenmaßnahmen um oder deaktivieren Sie den SLP-Dienst beziehungsweise den zugehörigen UDP-Port auf allen Systemen in nicht vertrauenswürdigen Netzen, einschließlich direkt mit dem Internet verbundener Systeme.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Bisher keine Artikel.