Die Schwachstelle steckt in einem Kernel-Treiber namens wsftprm.sys, der zur Software Topaz Antifraud gehört. Treiber laufen mit den höchsten Rechten im Betriebssystemkern, und dieser Treiber nimmt über eine sogenannte IOCTL-Schnittstelle Steuerbefehle entgegen, ohne ausreichend zu prüfen, wer sie sendet. Dadurch kann bereits ein Angreifer mit niedrigen Benutzerrechten dem Treiber den Befehl erteilen, beliebige Prozesse zu beenden – und zwar gezielt auch solche, die als Protected Process Light (PPL) besonders abgeschirmt sind. Diese Schutzstufe ist eigentlich dafür gedacht, sicherheitsrelevante Prozesse wie Antiviren- und Schutzdienste vor Manipulation und Beendigung zu bewahren. Über diese Lücke lässt sich dieser Schutz aushebeln: Ein lokaler Angreifer kann genau jene Prozesse abschalten, die ein System überwachen und verteidigen sollen, und so den Weg für weitergehende Angriffe freiräumen.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel DragonForce versteckt C2-Verkehr über Microsoft-Teams-Relays 16.06.2026