ScreenConnect
Die Schwachstelle betrifft ConnectWise ScreenConnect, eine Software für Fernzugriff und Fernwartung von Systemen. Es handelt sich um eine Umgehung der Authentifizierung über einen alternativen Pfad: Der für die Anmeldung vorgesehene Schutzmechanismus lässt sich über einen Nebenweg umgehen, sodass ein Angreifer ihn gar nicht erst durchlaufen muss. Wer Netzwerkzugriff auf die Verwaltungsoberfläche der Anwendung hat, kann auf diesem Weg ohne gültige Zugangsdaten ein völlig neues Benutzerkonto mit Administratorrechten anlegen. Damit erlangt der Angreifer die vollständige Kontrolle über die betroffene Installation und erhält direkten Zugang zu vertraulichen Informationen sowie zu den verwalteten, kritischen Systemen. Besonders schwer wiegt dies, weil ScreenConnect gerade dazu dient, fremde Rechner fernzusteuern: Über eine übernommene Installation kann ein Angreifer somit auch auf die angebundenen Endgeräte zugreifen und sich weiter im Netzwerk ausbreiten.
Setzen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, stellen Sie die Nutzung des Produkts ein.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Microsoft: China-nahe Gruppe setzt neue Ransomware StormEncryptor wohl über N-able-N-central-Lücke ein 10.08.2026
- Artikel CISA nimmt aktiv ausgenutzte Lücken in ConnectWise ScreenConnect und Windows in KEV-Katalog auf 29.04.2026
- Artikel Microsoft führt Zero-Day-Angriffe auf Medusa-Partner Storm-1175 zurück 06.04.2026