Firebox
Betroffen ist der iked-Prozess im Fireware-Betriebssystem der WatchGuard Firebox, also die Komponente, die den IKEv2-Schlüsselaustausch für VPN-Verbindungen abwickelt. Dort können Daten über die Grenzen des vorgesehenen Speicherbereichs hinaus geschrieben werden. Ein Angreifer kann dies aus der Ferne und ohne gültige Zugangsdaten ausnutzen, um eigenen Programmcode auf dem Gerät auszuführen und so die Kontrolle über die Firewall zu erlangen. Verwundbar sind Konfigurationen mit mobilem Benutzer-VPN über IKEv2 sowie Standort-zu-Standort-VPNs über IKEv2 zu einem dynamischen Gegenstellen-Gateway. Besonders tückisch: Wurden solche Konfigurationen zwar wieder gelöscht, besteht aber weiterhin ein Standort-VPN zu einer statischen Gegenstelle, kann das Gerät trotzdem angreifbar bleiben. Da eine Firebox als Netzwerk-Grenzgerät in der Regel direkt aus dem Internet erreichbar ist und den gesamten Datenverkehr kontrolliert, wiegt eine Übernahme entsprechend schwer.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel CISA: Ransomware-Gruppen nutzen kritische WatchGuard-Firebox-Lücke aus 10.09.2026