Die Schwachstelle betrifft den Ingress-NGINX-Controller in Kubernetes, also die Komponente, die eingehenden Netzwerkverkehr an die Dienste im Cluster verteilt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Angreifer, der Zugriff auf das Pod-Netzwerk hat und sich dabei nicht anmelden muss, beliebigen Code im Kontext dieses Controllers ausführen. Dadurch erhält er Zugang zu allen Secrets, die dem Controller zur Verfügung stehen – also zu Zugangsdaten, Schlüsseln und Zertifikaten. Besonders schwer wiegt dies, weil der Controller in der Standardinstallation Leserechte auf sämtliche Secrets im gesamten Cluster besitzt. Ein erfolgreicher Angriff kann daher weit über die betroffene Komponente hinausreichen und die Übernahme weiterer Dienste und Konten im Cluster ermöglichen. Da der Angriff lediglich Netzwerkzugriff innerhalb des Clusters voraussetzt, genügt bereits ein kompromittierter oder von einem Angreifer eingebrachter Pod als Ausgangspunkt.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Evooo1Bot missbraucht Linux-Edge-Geräte als SOCKS5-Proxys 17.08.2026