Secure Firewall Adaptive Security Appliance and Secure Firewall Threat Defense
Die Schwachstelle steckt im VPN-Webserver der Firewall-Software von Cisco – betroffen sind sowohl die Adaptive Security Appliance (ASA) als auch die Threat-Defense-Software (FTD). Ursache ist eine unzureichende Prüfung von Benutzereingaben in HTTP- bzw. HTTPS-Anfragen, die zu einem Pufferüberlauf führt. Ein Angreifer aus der Ferne, der über gültige VPN-Zugangsdaten verfügt, kann den Fehler ausnutzen, indem er eigens präparierte HTTP-Anfragen an ein betroffenes Gerät schickt. Gelingt der Angriff, kann er beliebigen Code mit Root-Rechten ausführen – also mit den höchsten Systemrechten, was bis zur vollständigen Übernahme des Geräts reichen kann. Voraussetzung ist eine vorherige Anmeldung am VPN, der Angriff erfordert jedoch keinen physischen Zugang. Da es sich um eine Firewall handelt, die typischerweise am Netzwerkrand sitzt und VPN-Zugänge ins Internet öffnet, ist der angreifbare Webserver besonders exponiert. Die Lücke lässt sich zudem mit einer weiteren Schwachstelle verketten, um den Zugriff auszuweiten.
Setzen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Abhilfen zur Verfügung, sollte der Einsatz des betroffenen Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Cisco-Schwachstelle legt Crosswork und NSO lahm – nur manueller Neustart hilft 06.05.2026
- Artikel FIRESTARTER: Backdoor übersteht Patches auf Cisco-Firepower-Gerät einer US-Bundesbehörde 24.04.2026
- Artikel US-Bundesbehörde durch „Firestarter"-Backdoor in Cisco-Firewall kompromittiert 24.04.2026
- Artikel CISA: US-Behörde über Cisco-Schwachstelle gehackt — Backdoor FIRESTARTER ermöglichte erneuten Zugriff im März 23.04.2026