SysAid On-Prem
Die Schwachstelle betrifft die lokal betriebene Variante der IT-Service-Management-Software SysAid On-Prem. Sie sitzt in der Verarbeitung der Server-URL und beruht auf einer unzureichenden Einschränkung externer XML-Entitäten – einer sogenannten XXE-Lücke. Bei diesem Fehlertyp wertet der XML-Parser in eingereichten Daten eingebettete Verweise auf externe Ressourcen aus, statt sie zu unterbinden. Ein Angreifer kann das ausnutzen, ohne sich zuvor anmelden zu müssen: Er reicht präparierte XML-Daten ein und bringt den Server dazu, diese externen Verweise zu verarbeiten. Dadurch lassen sich Dateien vom Server auslesen und – besonders schwerwiegend – ein Administratorkonto übernehmen. Mit administrativem Zugriff erlangt der Angreifer die vollständige Kontrolle über die Anwendung. Betroffen sind Organisationen, die SysAid in der selbst gehosteten On-Prem-Variante einsetzen; da der Defekt ohne Authentifizierung ausnutzbar ist, ist eine aus dem Netz erreichbare Installation unmittelbar gefährdet.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Bisher keine Artikel.