Betroffen ist der Router TOTOLINK A810R. In der Funktion setNoticeCfg der Geräte-Firmware wird der über den Parameter NoticeUrl übergebene Wert unzureichend geprüft und gelangt in eine Systemausführung. Dadurch kann ein Angreifer eigene Betriebssystembefehle einschleusen und auf dem Gerät ausführen. Entscheidend ist, dass dafür keine vorherige Anmeldung nötig ist: Der Angriff erfolgt aus der Ferne und ohne gültige Zugangsdaten über eine entsprechend präparierte Anfrage an die verwundbare Funktion. Gelingt die Ausnutzung, erhält der Angreifer die Kontrolle über den Router und kann Einstellungen ändern, Schadsoftware nachladen oder den durchlaufenden Netzwerkverkehr mitlesen und umleiten. Da Router die Schnittstelle zwischen internem Netz und Internet bilden, betrifft eine Übernahme nicht nur das Gerät selbst, sondern alle daran angeschlossenen Systeme. Besonders exponiert sind Geräte, deren Verwaltungsschnittstelle aus dem Internet erreichbar ist.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Botnetz Dysphoria kompromittiert weltweit rund 200.000 Geräte 27.07.2026