Windows
Die Schwachstelle steckt im Common Log File System (CLFS) Driver von Microsoft Windows – einem Treiber im Betriebssystemkern, der das Schreiben und Verwalten von Protokolldaten übernimmt. Es handelt sich um einen sogenannten Use-after-Free-Fehler: Das Programm greift auf einen Speicherbereich zu, der zuvor bereits freigegeben wurde. Diesen Zustand kann ein Angreifer gezielt manipulieren, um eigenen Code im Kontext des Kerns auszuführen. Ausnutzen lässt sich der Fehler lokal auf dem betroffenen System, und der Angreifer benötigt dafür bereits gültige Zugangsdaten beziehungsweise einen vorhandenen Zugang zum Gerät. Aus diesen eingeschränkten Rechten verschafft er sich höhere Privilegien und kann am Ende die vollständige Kontrolle über das System erlangen. Da der CLFS-Treiber fester Bestandteil von Windows ist, betrifft die Lücke eine breite Basis an Arbeitsplatzrechnern und Servern und dient typischerweise als zweite Stufe nach einem ersten Einbruch.
Setzen Sie die vom Hersteller bereitgestellten Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des betroffenen Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Picus wirbt für TTP-Validierung statt reiner Patch-Priorisierung 23.06.2026