Betroffen ist ein WLAN-Repeater von Shenzhen Aitemi. Seine Web-Schnittstelle nimmt über einen bestimmten Endpunkt einen Zeitparameter an und übergibt diesen Wert ungeprüft an einen internen Systembefehl zum Setzen der Uhrzeit. Dadurch lassen sich zusätzliche Betriebssystembefehle einschleusen, die das Gerät mit den Rechten des Webdienstes ausführt. Ein Angriff erfordert keine Anmeldung und keine Zugangsdaten und ist über das Netzwerk möglich. Besonders unauffällig ist dieser Angriffsweg, weil dabei weder ein Neustart nötig ist noch der HTTP-Dienst unterbrochen wird und – anders als bei anderen Einfallspunkten desselben Geräts – keine sichtbaren Konfigurationsänderungen entstehen. Ein erfolgreicher Angriff bedeutet die Übernahme des Repeaters; da das Gerät den Datenverkehr des angeschlossenen Netzes weiterleitet, kann ein Angreifer diesen mitlesen oder manipulieren.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Botnetz Dysphoria kompromittiert weltweit rund 200.000 Geräte 27.07.2026