Multiple Products
Die Schwachstelle betrifft mehrere Produkte von Fortinet, darunter die Betriebssystem-Software FortiOS, den Proxy-Dienst FortiProxy und die Verwaltungslösung FortiSwitchManager. Ursache ist eine fehlerhafte Prüfung kryptografischer Signaturen: Bei der Anmeldung über das Single-Sign-on von FortiCloud, das auf dem Standard SAML beruht, wird die Echtheit der Anmeldebestätigung nicht ausreichend überprüft. Ein Angreifer kann deshalb eine manipulierte SAML-Antwortnachricht erzeugen und damit die Signaturprüfung umgehen. Der Angriff gelingt aus der Ferne und ohne gültige Zugangsdaten: Da keine vorherige Anmeldung nötig ist, kann ein unauthentifizierter Angreifer die SSO-Anmeldung vollständig austricksen und sich unberechtigt Zugang zum betroffenen System verschaffen. Betroffen sind Installationen, die die FortiCloud-SSO-Anmeldung nutzen. Weil es sich um Netzwerk- und Sicherheitskomponenten handelt, eröffnet ein erfolgreicher Zugriff weitreichende Kontrolle über die geschützte Infrastruktur.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des betroffenen Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Fortinet patcht aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke in FortiClient EMS 06.04.2026
- Artikel FortiGate-Firewalls als Einfallstor: Angreifer erbeuten Dienstkonto-Zugangsdaten 10.03.2026