Gogs
Die Schwachstelle betrifft die selbstgehostete Git-Plattform Gogs, konkret die PutContents-Schnittstelle, über die sich Dateiinhalte in einem Repository anlegen oder ändern lassen. Der Fehler liegt im fehlerhaften Umgang mit symbolischen Verknüpfungen (Symlinks): Die Schnittstelle prüft nicht ausreichend, wohin ein solcher Verweis zeigt. Dadurch lässt sich der Schreibvorgang aus dem eigentlichen Repository-Verzeichnis herauslenken und auf beliebige Pfade im Dateisystem umleiten – ein klassischer Pfadüberschreitungs-Angriff (Path Traversal). Ein Angreifer kann auf diese Weise Dateien an Orten erzeugen oder überschreiben, an denen das nicht vorgesehen ist, und so im Ergebnis eigenen Code zur Ausführung bringen. Damit erlangt er Kontrolle über den Server, auf dem Gogs betrieben wird. Betroffen sind Installationen, bei denen Angreifer Schreibzugriff über die betroffene Schnittstelle erhalten können – insbesondere selbst betriebene Gogs-Instanzen.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Kritische Zero-Day-Lücke in Gogs ermöglicht Remote-Code-Ausführung 29.05.2026
- Artikel Ungepatchter Zero-Day in Gogs ermöglicht Codeausführung aus der Ferne 28.05.2026