Die Schwachstelle betrifft den WebView-Tag in Google Chrome, ein Element, mit dem sich Web-Inhalte eingebettet in eine Seite darstellen lassen. Ursache ist eine unzureichende Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien an dieser Stelle: Die Trennung zwischen normalem Web-Inhalt und besonders privilegierten, internen Browser-Seiten wird nicht streng genug erzwungen. Ausnutzen lässt sich der Fehler über eine eigens präparierte Chrome-Erweiterung. Der Angriff setzt voraus, dass das Opfer zuvor dazu gebracht wird, diese bösartige Erweiterung zu installieren – ein Eingreifen des Nutzers ist also nötig. Gelingt das, kann der Angreifer über die Erweiterung eigene Skripte oder HTML-Code in eine privilegierte Seite einschleusen. Da solche Seiten mit erhöhten Rechten innerhalb des Browsers laufen, kann eingeschleuster Code dort Aktionen ausführen, die normalem Web-Inhalt verwehrt bleiben, und so die Schutzgrenzen des Browsers unterlaufen. Betroffen sind Nutzer von Google Chrome, die zur Installation einer manipulierten Erweiterung verleitet werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Chrome-Schwachstelle Glic Jack: Schädliche Erweiterungen konnten Gemini-Panel kapern 03.03.2026
- Artikel Chrome-Lücke ermöglichte Übernahme des KI-Assistenten Gemini Live 03.03.2026