Die Schwachstelle betrifft die Komponente, die aus Kubernetes-Ressourcen die NGINX-Konfiguration erzeugt, wenn NGINX Plus als Datenebene für NGINX Gateway Fabric eingesetzt wird. Bestimmte vom Benutzer gesetzte Textwerte aus zwei Custom Resource Definitions – dem Feld für die Anzeige von Server-Kennungen in der NginxProxy-Ressource sowie dem Feld für zusätzliche Authentifizierungsargumente im AuthenticationFilter – werden ungeprüft und ohne Maskierung direkt in die Konfigurationsvorlagen übernommen. Ein angemeldeter Angreifer, der berechtigt ist, diese Ressourcen anzulegen oder zu verändern, kann dadurch speziell präparierte Werte hinterlegen und auf diesem Weg beliebige NGINX-Konfigurationsanweisungen einschleusen. Die erzeugte Konfiguration verhält sich dann anders als vom Betreiber vorgesehen. Der Defekt liegt in der Steuerungsebene; der Auslöser selbst führt nicht unmittelbar zu einer Exposition der Datenebene. Betroffen sind Umgebungen, in denen mehrere Personen oder Mandanten Schreibrechte auf diese Ressourcen besitzen.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel F5 veröffentlicht außerplanmäßige Updates für kritische NGINX-Schwachstellen 18.06.2026
- Artikel F5 schließt kritische NGINX-Schwachstellen mit Risiko für Codeausführung 18.06.2026