Chromium V8
Der Fehler steckt in V8, der JavaScript-Engine von Chromium, die Skripte auf Webseiten ausführt. Durch einen Speicherzugriff außerhalb der vorgesehenen Grenzen kann sowohl gelesen als auch geschrieben werden. Zum Auslösen genügt es, dass das Opfer eine speziell aufgebaute HTML-Seite öffnet – der Angreifer benötigt keinen Zugang zum System und keine Zugangsdaten, sondern nur, dass der Nutzer die präparierte Seite besucht. Gelingt der Angriff, kann beliebiger Code innerhalb der Sandbox des Browsers ausgeführt werden. Betroffen ist nicht allein Google Chrome: Da viele verbreitete Browser auf Chromium aufbauen, wirkt sich der Defekt auch auf andere Chromium-basierte Produkte wie Microsoft Edge und Opera aus. Damit ist die Angriffsfläche sehr groß, denn das Aufrufen einer manipulierten oder kompromittierten Webseite reicht als Einstiegspunkt bereits aus.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um. Sind keine Gegenmaßnahmen verfügbar, sollte der Einsatz des betroffenen Produkts eingestellt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Chrome: Aktiv ausgenutzte V8-Lücke unter 230 geschlossenen Schwachstellen 09.09.2026
- Artikel Chrome 153: Google schließt 230 Lücken und den siebten Zero-Day des Jahres 09.09.2026
- Artikel Google schließt aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke in Chromes V8-Engine 04.09.2026
- Artikel Google schließt sechsten Chrome-Zero-Day des Jahres 2026 04.09.2026
- Artikel Google schließt aktiv ausgenutzte Chrome-0-Day-Lücke 15.06.2026
- Artikel Google schließt aktiv ausgenutzte Chrome-Zero-Day-Lücke in V8 09.06.2026