Die Schwachstelle liegt im epm-Dienst (Endpoint Protection Manager), der von der nicht mehr weiterentwickelten Mobile-Security-Funktion in WatchGuard Fireware OS genutzt wird. Der Dienst verarbeitet eingehende Daten fehlerhaft und schreibt dabei über die Grenzen eines Speicherbereichs auf dem Stack hinaus – ein klassischer stapelbasierter Pufferüberlauf. Ein Angreifer kann diesen Überlauf gezielt herbeiführen, um den Programmablauf zu manipulieren und eigenen Code auf dem Gerät auszuführen. Der Angriff ist aus der Ferne über das Netzwerk möglich und erfordert weder gültige Zugangsdaten noch eine Anmeldung oder Mitwirkung eines Benutzers. Betroffen sind Firewall-Appliances mit dem genannten Betriebssystem, bei denen die veraltete Mobile-Security-Funktion aktiv ist. Da es sich um ein Sicherheits-Gateway an der Netzwerkgrenze handelt, kann eine erfolgreiche Ausnutzung dem Angreifer die Kontrolle über das Gerät und damit einen Zugang zum dahinterliegenden Netz verschaffen.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel WatchGuard schließt fünf kritische Lücken in Fireware OS und Dimension 01.09.2026