Die Schwachstelle betrifft GitLab in der Community- und der Enterprise-Edition. Ursache ist eine unzureichende Bereinigung von Eingaben, die Benutzer selbst bereitstellen: Von Nutzern eingegebene Inhalte werden nicht ausreichend gefiltert oder maskiert, bevor sie in der Weboberfläche dargestellt werden. Dadurch kann ein angemeldeter Angreifer unter bestimmten Voraussetzungen Skriptcode einschleusen, der anschließend im Browser eines anderen Benutzers ausgeführt wird – ein klassisches Cross-Site-Scripting. Der eingeschleuste Code läuft dabei im Kontext der Sitzung des Opfers und mit dessen Rechten in der Anwendung. Auf diesem Weg lassen sich beispielsweise Aktionen im Namen des angegriffenen Nutzers auslösen oder in der Sitzung zugängliche Daten abgreifen. Voraussetzung für den Angriff ist ein gültiges Konto auf der betroffenen GitLab-Instanz; besonders relevant ist das in Umgebungen, in denen viele Personen gemeinsam an Projekten arbeiten und Inhalte anderer Nutzer regelmäßig im Browser angezeigt werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Wochenrückblick: ShareFile-Warnung und lange Liste neuer Schwachstellen 13.07.2026