Die Schwachstelle steckt in Ozone, der Komponente von Google Chrome, die die Anbindung an das Fenster- und Grafiksystem des Betriebssystems übernimmt. Dort kommt es zu einem Use-after-free-Fehler: Der Browser greift auf Speicher zu, der zuvor bereits freigegeben wurde. Ein Angreifer kann diesen Zustand über eine speziell präparierte HTML-Seite auslösen. Besucht ein Nutzer eine solche Seite, lässt sich der Heap-Speicher des Browsers gezielt beschädigen. Eine solche Speicherbeschädigung kann sich in der Regel so steuern lassen, dass eigener Programmcode im Kontext des Browsers ausgeführt wird. Der Angriff erfolgt vollständig aus der Ferne und ohne Zugangsdaten; nötig ist lediglich, dass das Opfer eine vom Angreifer kontrollierte oder manipulierte Webseite öffnet. Betroffen sind Nutzer von Google Chrome vor der bereinigten Fassung sowie potenziell weitere Browser, die auf demselben Chromium-Unterbau aufsetzen.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Wochenrückblick: ShareFile-Warnung und lange Liste neuer Schwachstellen 13.07.2026