Betroffen ist die GeoDjango-Komponente des Django-Webframeworks. Bei räumlichen Datenbankabfragen wird der übergebene Vergleichswert vorsorglich als Rasterdaten interpretiert und dazu an den GDALRaster-Konstruktor weitergereicht. Da jeder Wert, der in einer räumlichen Abfrage gegen ein Geometrie- oder Rasterfeld verwendet wird, diesen Weg nimmt, gelangt auch nicht vertrauenswürdige Eingabe dorthin – etwa ein Filterparameter, den ein Mitarbeiter mit bloßem Leserecht über die Adresszeile der Django-Administrationsoberfläche mitgibt. Übergibt ein Angreifer ein Objekt oder dessen JSON-Darstellung als Zeichenkette, wird die Datenquelle entgegen der eigentlich schreibgeschützten Voreinstellung im Schreibmodus geöffnet. So lässt sich über einen dateibasierten GDAL-Treiber eine Datei mit frei wählbarem Namen und Inhalt anlegen. Andere Zeichenketten werden als Datenquelle behandelt und können über die virtuellen Dateisysteme von GDAL ausgehende Netzwerkverbindungen auslösen. Landet die geschriebene Datei an einer Stelle, die die Anwendung später einbindet, kann daraus die Ausführung beliebigen Codes aus der Ferne werden.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Wochenrückblick: FBI legt chinesisches Proxy-Netzwerk still, Router-Backdoors und entgleiste KI-Agenten 31.08.2026
- Artikel Wochenrückblick: KI-Täuschung, Metabase-SQL-Injection und neue Supply-Chain-Risiken 10.08.2026
- Artikel Kritische Patches für Veeam, Terraform MCP Server und Django schließen elf Schwachstellen 05.08.2026