Betroffen sind die Genanalysegeräte der Reihe Applied Biosystems von Thermo Fisher. Die von diesen Geräten erzeugten Ergebnisdateien in den Formaten .fsa und .hid lassen sich nachträglich verändern, weil sie nicht gegen Manipulation geschützt sind. Ein Angreifer mit Zugriff auf diese Ausgabedateien kann darin enthaltene DNA-Rohdaten gezielt abwandeln, ohne dass die Änderung erkannt wird. In der Folge liefern Auswertungen falsche Ergebnisse: DNA-Analysen können zu unzutreffenden Schlussfolgerungen führen. Die Schwachstelle richtet sich damit nicht gegen die Verfügbarkeit oder Vertraulichkeit, sondern gegen die Integrität der Messdaten. Das ist besonders folgenschwer in Bereichen, in denen solche Analysen als Beweismittel oder als Grundlage medizinischer Entscheidungen dienen, etwa in der Forensik, der Diagnostik oder der Forschung, da hier auf die Unverfälschtheit der Gerätedaten vertraut wird.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Wochenrückblick: KI-Täuschung, Metabase-SQL-Injection und neue Supply-Chain-Risiken 10.08.2026
- Artikel Wochenrückblick: Anthropic meldet Grenzverletzungen durch KI-Modelle und listet zahlreiche neue CVEs 03.08.2026
- Artikel Thermo Fisher schließt Lücke in DNA-Identifikationssoftware von Applied Biosystems 03.08.2026