Die Schwachstelle liegt in der Ozone-Komponente von Google Chrome, die für die Anbindung an die Grafik- und Fenstersysteme des Betriebssystems zuständig ist. Dort tritt ein Use-after-free-Fehler auf: Ein Speicherbereich wird freigegeben, anschließend aber weiterhin verwendet. Ein Angreifer kann diesen Zustand über eine speziell präparierte HTML-Seite gezielt herbeiführen – es genügt also, dass ein Nutzer eine entsprechend vorbereitete Webseite öffnet. Gelingt die Ausnutzung, kann der Angreifer aus der Sandbox des Browsers ausbrechen. Die Sandbox ist die Schutzschicht, die Webinhalte vom übrigen System isoliert; wird sie umgangen, verliert der Browser seine wichtigste Eindämmungsmaßnahme, und der eingeschleuste Code kann mit weitreichenderen Rechten auf das System einwirken. Der Angriff erfolgt aus der Ferne und erfordert keine Zugangsdaten, lediglich das Aufrufen der bösartigen Seite.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Chrome schließt 370 Sicherheitslücken, darunter sieben kritische Fehler 30.07.2026