Die Schwachstelle steckt in Skia, der Grafikbibliothek, die Google Chrome zum Zeichnen von Webinhalten nutzt – hier in der Android-Version des Browsers. Es handelt sich um einen Use-after-free-Fehler: Das Programm greift auf einen Speicherbereich zu, der bereits freigegeben wurde. Ein Angreifer kann diesen Zustand über eine präparierte HTML-Seite gezielt herbeiführen und den Speicherinhalt so manipulieren, dass er den Programmablauf beeinflusst. Voraussetzung ist, dass der Angreifer zuvor bereits den Renderer-Prozess des Browsers unter seine Kontrolle gebracht hat – also jenen Prozess, der Webseiteninhalte verarbeitet und aus Sicherheitsgründen in einer Sandbox eingesperrt ist. Gelingt die Ausnutzung, kann er aus dieser Sandbox ausbrechen und damit die zentrale Schutzbarriere des Browsers überwinden. In der Praxis wird ein solcher Fehler typischerweise als zweiter Baustein einer Angriffskette eingesetzt, um vom kompromittierten Browser auf das darunterliegende Android-System zu gelangen.
CVE-2026-19154
8,3
HIGH
CVSS Basis-Score
Beschreibung