Betroffen ist die Multi-Instance-Funktion des Routing-Protokolls IS-IS in Cisco IOS XR Software. Die Ursache liegt in einer unzureichenden Prüfung eingehender IS-IS-Pakete. Ein Angreifer, der sich im selben Layer-2-Netzsegment befindet und zuvor eine IS-IS-Nachbarschaft (Adjacency) zum betroffenen Gerät aufgebaut hat, kann speziell präparierte IS-IS-Pakete senden. Eine Anmeldung am Gerät ist dafür nicht erforderlich. In der Folge startet der IS-IS-Prozess unerwartet neu. Dadurch verliert das Gerät zeitweise die Verbindung zu den über IS-IS bekanntgemachten Netzen, und es entsteht eine Dienstblockade. Der Angriff zielt nicht auf das Auslesen oder Verändern von Daten, sondern auf die Verfügbarkeit: Da es sich um zentrale Netzwerkinfrastruktur handelt, kann der Ausfall der Routing-Instanz den Datenverkehr ganzer angeschlossener Netzbereiche unterbrechen. Voraussetzung bleibt die direkte Nachbarschaft auf Verbindungsebene, was den Kreis möglicher Angreifer einschränkt.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Cisco schließt vier gefährliche Schwachstellen in IOS XR 12.03.2026