Enterprise
In Splunk Enterprise fehlt an einem Endpunkt des PostgreSQL-Sidecar-Dienstes jede Authentifizierungsprüfung. Dadurch kann jeder, der den Dienst über das Netzwerk erreicht, Dateioperationen anstoßen, ohne Zugangsdaten vorweisen zu müssen. Konkret lassen sich beliebige Dateien neu anlegen oder bestehende Dateien auf Länge null kürzen, also deren Inhalt vernichten. Das gefährdet vor allem die Integrität und Verfügbarkeit des Systems: Wichtige Konfigurations- oder Protokolldateien können unbrauchbar gemacht, Spuren verwischt oder eigene Dateien an von Angreifern gewählten Orten im Dateisystem platziert werden. Der Angriff erfordert weder eine Anmeldung noch eine Benutzerinteraktion. Betroffen sind neuere Ausgaben von Splunk Enterprise, in denen der PostgreSQL-Sidecar-Dienst enthalten ist; ältere Produktlinien weisen diese Komponente nicht auf und sind daher nicht betroffen. Wo ein Update nicht sofort möglich ist, lässt sich das Risiko durch Abschalten des PostgreSQL-Sidecar-Dienstes entschärfen.
Setzen Sie die Gegenmaßnahmen gemäß den Hersteller-Anweisungen um. Ist keine Abhilfe verfügbar, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden. Prüfen Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel CISA drängt auf schnelle Patches für aktiv ausgenutzte Splunk-Lücke 19.06.2026
- Artikel Kritische Splunk-Lücke wird kurz nach Offenlegung angegriffen 19.06.2026
- Artikel Google schließt aktiv ausgenutzte Chrome-0-Day-Lücke 15.06.2026
- Artikel Kritische Lücke in Splunk Enterprise ermöglicht Dateizugriffe und potenziell Codeausführung ohne Anmeldung 13.06.2026
- Artikel Splunk und Palo Alto Networks schließen mehrere schwerwiegende Sicherheitslücken 11.06.2026