Catalyst SD-WAN Manager
Die Schwachstelle steckt in der Web-Oberfläche des Cisco Catalyst SD-WAN Manager, der zentralen Verwaltungssoftware für SD-WAN-Umgebungen (früher unter dem Namen SD-WAN vManage geführt). Die Software prüft Benutzereingaben beim Hochladen von Dateien nicht ausreichend, sodass sich Pfadangaben manipulieren lassen und eine Datei außerhalb des vorgesehenen Verzeichnisses landet. Ein Angreifer kann dies über eine speziell präparierte HTTP-Anfrage an einen betroffenen API-Endpunkt auslösen. Dadurch lässt sich auf dem zugrunde liegenden Betriebssystem eine beliebige Datei anlegen oder eine bestehende Datei überschreiben – eine so platzierte Datei kann anschließend genutzt werden, um sich Root-Rechte und damit die vollständige Kontrolle über das System zu verschaffen. Voraussetzung ist ein gültiger Zugang; bereits ein Konto mit sehr geringen Rechten für nur eine einzelne Aufgabe genügt. Der Angriff erfolgt aus der Ferne über das Netzwerk.
Setzen Sie die vom Hersteller beschriebenen Gegenmaßnahmen und Sicherheitsupdates um. Stehen keine Gegenmaßnahmen zur Verfügung, sollte der Einsatz des Produkts eingestellt werden. Prüfen Sie zudem die Erreichbarkeit betroffener Systeme aus dem Internet.
Erwähnt in
Artikel und Wochenreports, die diese Schwachstelle behandeln- Artikel Angriffe auf Cisco Unified CM nach Veröffentlichung technischer Details beobachtet 24.06.2026
- Artikel Wochenrückblick: FortiBleed, massenhaft Schwachstellen und anhaltende Angriffe auf schlecht abgesicherte Systeme 22.06.2026
- Artikel Cisco schließt aktiv ausgenutzte Lücke in Catalyst SD-WAN Manager 16.06.2026
- Artikel Cisco schließt weiteres aktiv ausgenutztes Zero-Day in Catalyst SD-WAN Manager 16.06.2026
- Artikel Cisco schließt aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke in Catalyst SD-WAN Manager 15.06.2026